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Für den bevorstehenden Winter verteilte der Salzstreuer an 44 Familien Gutscheine für Kinder. Insgesamt können damit für 115 Kinder aus Familien mit wenig Einkommen neue Winterschuhe angeschafft werden. Bei der Übergabe der Gutscheine wurde deutlich, wie froh die Familien für diese Unterstützung sind.

Besonders die Kinder freuen sich darüber, neue Schuhe einkaufen zu können.

Der Salzstreuer agiert seit 17 Jahren als ökumenische Initiative im Stadtteil Dorenkamp an der Breiten Straße für den Stadtteil links der Ems. 40 Ehrenamtliche bieten in jeder Woche zweimal Beratungstermine für Menschen an, die Beratung und Unterstützung möchten.  Finanzielle Unterstützung erfolgt z. B. einmal wöchentlich durch preiswerten Brotverkauf vom Vortag und bei akuten Notlagen an bedürftige Familien mit Lebensmittelgutscheinen.

Die Angebote des Salzstreuers richten sich an Familien, aber auch an ältere und alleinstehende Menschen im Stadtgebiet links der Ems. Finanziert werden die Unterstützungen durch Spenden.

Die Ehrenamtlichen des Salzstreuer trafen sich zu ihrer jüngsten Sitzung im Michael-Zentrum. Dort informierte Friedhelm Jenny über die Aufgaben des diakonischen Betreuungsvereins. Der Verein befinde sich in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Tecklenburg, berate und begleite ehrenamtliche Betreuer, informiere über Vorsorge-vollmachten und führe auch selbst Betreuungen durch.

Jeder Mensch könne durch Unfall, Krankheit oder am Ende seines Lebens in eine hilfsbedürftige Situation geraten. In diesem Fall muss ein Betreuungsgericht über die Bestellung eines Betreuers entscheiden. Die engsten Angehörigen, wie EhepartnerInnen und Kinder könnten keine rechtlich wirksamen Entscheidungen treffen. Ausnahme, es liege eine Vorsorgevollmacht vor.

Man sei zuständig für Rheine und begleite über 100 ehrenamtliche Betreuer. Durch das vor Jahren reformierte Betreuungsrecht seien die Rechte von Betroffenen deutlich gestärkt worden. Eine Betreuung sei dann nötig, wenn Personen nicht mehr in der Lage seien, ihre eigenen Interessen zu vertreten und keine Vorsorgevollmacht erteilt haben. Das Gericht prüfe die Notwendigkeit und entscheide nach einem persönlichen Gespräch mit dem oder der Betroffenen.

Voraussetzung sei, dass eine Betreuung angeregt oder beantragt worden ist. Eine sozial-hygienische Stellungnahme müsse erstellt werden. Die Betreuung könne innerhalb der Familie zwischen Eltern und Kindern geregelt werden. Es sei aber auch eine Betreuung durch eine(n) ehrenamtliche(n) oder hauptamtliche(n) Betreuer(in) außerhalb der Familie denkbar. Nach einer Anhörung entscheide das Gericht über den Umfang und die Dauer einer Betreuung. Maximal sieben Jahre könne eine Betreuung dauern, danach werde erneut entschieden.

Der Verein ist 1993 gegründet worden, befindet sich in der roten Villa an der Münsterstraße und ist auch telefonisch erreichbar. Regelmäßig führe man Fortbildungsveranstaltungen durch und lade auch zu einem Stammtisch ein, bei dem ehrenamtliche Betreuer zu einem Austausch zusammenkommen. Auch individuelle Beratungen seien möglich. Jenny verwies auf einen Flyer mit wichtigen Informationen rund um das Thema, den man gegen einen geringen Kostenbeitrag erhalten könne. Man solle vorsorgen und rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht ausstellen. „Sprechen Sie mit Ihren Kindern oder auch Eltern“, so seine dringende Ermahnung. Eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung seien zu unterscheiden.

Abschließend bedankte sich Matthias Werth bei Friedhelm Jenny für die umfassenden Informationen um die Themen Betreuung und Vorsorgevollmacht.

Im Rahmen der Eröffnung der Tagespflegestation Woltering Ende Mai hatte der Salzstreuer die Gelegenheit, sich und seine Arbeit vorzustellen. Die Einnahmen des Kuchenbuffets wurden von Stefan Woltering auf 1000 € aufgestockt und nun den Mitgliedern des Salzstreuer überreicht. Seit Anfang des Jahres habe man die Räumlichkeiten an der Windthorststraße auf die Bedürfnisse einer Tagespflegestation umgebaut.

Auf über 450 qm habe man eine mustergültige Einrichtung geschaffen, in der täglich 18 Personen von nun 7 Mitarbeitern betreut werden können. Über die Nachfrage könne man nicht klagen. Die Hin- und Rückfahrten würden von der Taxizentrale geregelt und besonders Personen aus dem Stadtteil Dorenkamp/Dutum, aber auch aus Hauenhorst und Mesum würden das Angebot der Einrichtung nutzen, ergänzte Petra Fockers. Die Pflegekasse finanziere auch den Transport.

Man wolle aber die Gelegenheit der Übergabe der Spende nutzen, sich über die Arbeit des Salzstreuer zu informieren. Karin Günther und Ludwig Pott berichteten über die jeden Donnerstag stattfindende Brotaktion und die regelmäßigen Sprechstunden. Diese Spende ermögliche eine Herbstaktion, die man in den kommenden Monaten durchführen wolle. Dabei sollen Familien mit Kindern mit der Anschaffung von Schuhen unterstützt werden. Abschließend kam man überein, dass man auch in Zukunft die gute Nachbarschaft pflegen werde.

 

BildSpende

 

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Salzstreuer von Ende März stand der Bericht des Vorstands über die Aktivitäten im letzten Jahr. Dabei wies Michael Allgaier auf die 291 Beratungen an den 99 Beratungsterminen hin. Daneben hätten sich die Ehrenamtlichen in zwei Treffen über Probleme der Sozialberatung und über das Integrationskonzept der Stadt Rheine informiert. Am Bilanztag im September habe man einen Blick in die Zukunft des Salzstreuer riskiert und sich ausgemalt, wie man sich die Arbeit im Salzstreuer in den nächsten Jahren vorstellen könne. Auch das Miteinander komme im Verein nicht zu kurz, so habe man sich zwei Mal zum gemeinsamen Frühstück und zu einer Adventsfeier bei guter Beteiligung getroffen.

Auch im vergangenen Jahr habe man an jedem Donnerstag 40 bis 50 Familien mit Brot oder Brötchen vom Vortag versorgen können. Jeweils 8 Ehrenamtliche seien tätig, um Brot oder Brötchen für kleines Geld abgeben zu können, ergänzte Franz-Josef Hesping. Und nicht zuletzt sei man auf die Unterstützung der Bäckereien Scholhölter, Schönebeck und Werning angewiesen, die sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellen.

Die von Ludwig Pott geführte Kasse des Vereins sei klar, transparent und sehr übersichtlich geführt, so die Kassenprüferinnen Marianne Brosowski und Anne Schäfer. Michael Allgaier bedankte sich bei Ludwig Pott für die langjährige Zusammenarbeit. Dieser gab nach 17 Jahren im Vorstand diesmal seinen letzten Kassenbericht ab. Er habe immer die Fäden des Vereins in der Hand gehabt und sich um die Arbeit des Salzstreuer verdient gemacht. Unter großer Zustimmung der Anwesenden überreichte Michael Allgaier ihm einen Präsentkorb und bat ihn auch in Zukunft um seine Mitarbeit, wenn auch nicht mehr in der ersten Reihe.

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Als Verantwortliche für die Kasse wurde Karin Günther in den Vorstand gewählt, der durch die Wahl von Uta van Delden wieder vollständig ist. Beide hätten sich im letzten Jahr mit der Arbeit des Salzstreuer vertraut gemacht und freuen sich auf die neuen Aufgaben. Erfreulich, dass man nun zwei Frauen für die Arbeit im Vorstand habe gewinnen können, ergänzte Michael Allgaier.

Mit einem Dank für die Mitarbeit der fast 50 Ehrenamtlichen schloss Rüdiger Hölscher die Versammlung. Der Salzstreuer sei zwar nur ein kleiner Verein, aber ein Verein, in dem nahezu alle Mitglieder aktiv sind.

 

 

 

     

In den letzten Tagen ist der Terminplan für das laufende Jahr an die Ehrenamtlichen des Salzstreuer gemailt worden. Neben den regelmäßigen Beratungssprechstunden dienstags und freitags und dem Brotverkauf donnerstags treffen sich die Mitglieder des Vereins auch in größerer Runde.

Den Auftakt macht die alljährlich stattfindende Mitgliederversammlung, die für Ende März angesetzt ist. Dabei stehen neben dem Jahresrückblick auch Wahlen für den Vorstand auf der Tagesordnung. Im Mai, Juli und September finden weitere Treffen der Ehrenamtlichen statt. Zusätzliche Schulungs- und Informationsveranstaltungen sind geplant. Matthias Werth wird sich um die inhaltlichen Schwerpunkte kümmern.

Das Brot-Team spricht an drei Terminen den Einsatzplan für die kommenden Monate ab. Dabei wird Franz-Josef Hesping auch auf Erfahrungen und Änderungen hinweisen.

Damit auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, sind schon jetzt zwei Frühstückstreffen im Kaffeehaus vorgesehen. Im Dezember findet die Adventsfeier diesmal im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Jakobi statt.

Briefmarken sammeln ist out? Scheinbar richtig, denn die Zahl der Sammler in Deutschland hat sich seit den siebziger Jahren fast halbiert. Aber im Internet findet man eine Vielzahl von Händlern, Börsen und Seiten, bei denen es um Briefmarken geht. Und die Briefmarkensammelstelle in Bethel kann den Rückgang nicht bestätigen.

Briefmarken gibt es seit 1840. Die Briefmarkenstelle in Bethel feierte 2013 ihr 125-jähriges Bestehen. Anfangs sortierten etwa 20 Menschen mit Behinderungen die gespendeten Postwertzeichen. Inzwischen finden dort 125 kranke, behinderte oder sozial benachteiligte Menschen Arbeit. Die Marken werden gereinigt, sortiert und für den Verkauf an Sammler vorbereitet. Auch Sammlungen werden Bethel gespendet, die dann gesichtet und sortiert werden müssen. Dabei finden die Mitarbeiter gelegentlich auch vollständige Blöcke. Alle arbeiten nach ihren individuellen, manchmal stark eingeschränkten Möglichkeiten. Arbeiten bedeutet für sie, den Tag sinnvoll zu gestalten, Geld zu verdienen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu zeigen, was sie können.

Täglich kommen rund 400 Briefe, Pakete und Päckchen mit Briefmarken in Bethel an. Selbst in Zeiten von Mails, SMS oder WhatsApp steigt die Zahl der gespendeten Postwertzeichen. Jährlich werden 29 Tonnen Briefmarken in der Sammelstelle aufbereitet, sortiert und für den Verkauf verpackt. Das entspricht etwa 128 Millionen Briefmarken.

 

Die Sammelstelle ist im Netz unter www.briefmarken-bethel.de zu finden. Neben einer Fülle von Informationen, die man dort erhält, kann man auch Briefmarken bestellen. Neben Ersttags-Blättern werden gestempelte und postfrische Marken, Marken aus der BRD oder aus aller Welt angeboten. Für 25,50 € erhält man zum Beispiel eine bunte Mischung mit 2 kg Briefmarken aus Deutschland und der ganzen Welt. Schatzsucher finden in solchen Mischungen gelegentlich auch Schnäppchen.

Der Salzstreuer-Vorstand hat nun beschlossen, im Büro an der Breiten Straße eine Sammelbox für Briefmarken aufzustellen. Jeder kann dann während der Öffnungszeiten dienstags zwischen 10 und 12 Uhr und freitags zwischen 15.30 und 17.30 Uhr die ausgeschnittenen Marken abgeben. Die Marken werden dann an die Sammelstelle in Bethel weitergeleitet und tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.

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